Gedanken zur Bundespräsidentenwahl am Sonntag

Guten Abend.

Mein Name ist Uwe Schulz vom AfD-Kreisverband Gießen. Herzlich Willkommen liebe Förderer, Interessenten und Freunde der AfD in Mittelhessen zum ersten gemeinsamen Neujahrsempfang der Kreisverbände Wetterau, Vogelsberg, Lahn-Dill und Gießen.

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Meine Damen und Herren, wir befinden uns in einem Wahljahr.

Am 26. März haben wir Landtagswahlen im Saarland, am 7. Mai in Schleswig-Holstein und am 14. Mai in Nordrhein-Westfalen.

Und Mitte September wählen wir den Deutschen Bundestag. Wir wissen es schon: Frau Merkel tritt an - und wir können davon ausgehen, dass sie die Absicht hat, das Hessenmodell, also die grün-schwarzen Laborerfahrungen des Giesseners Volker Bouffier, zu nutzen, um mit einer noch unseligeren Regierungskoalition als heute, unser Land und Europa gleich mit – aber dann wahrscheinlich richtig gegen die Wand zu fahren.

Seit wenigen Tagen ist auch bekannt, wer ihr direkter Kontrahent sein wird. Martin Schulz. Der Mann, der sich immer bescheiden im Hintergrund hält, niemals Postenjägerei betreibt und dessen Großprojekt Europa wir alle zu schätzen gelernt haben. (Ironie: aus).

Das Jahr 2017 beginnt mit einer Wahl, bei der der Bürger allerdings "keine" Wahl hat: Es ist die Bestimmung eines längst zwischen den Regierungsparteien und der FDP festgelegten Kandidaten zum Bundespräsidenten am 12. Februar. Schulz will Kanzler werden, Gabriel nicht mehr, dafür strebt er das Amt des Außenministers an. Steinmeier steht im Weg, Frau Merkel mag ihn, weil er so schön still ist - und schon haben wir einen geeigneten Kandidaten.

Leider haben wir in Deutschland nicht so ein fortschrittliches Wahlsystem wie unsere österreichischen Nachbarn, die ihr Staatsoberhaupt direkt wählen dürfen. Auch wenn manchmal der Kleber der Briefwahlumschläge nicht funktioniert.

Bei uns tritt dafür eine sogenannte "Bundesversammlung" an. Die dazu entsandten Vertreter müssen keine Mitglieder der Parlamente sein. Regelmäßig werden neben Politikern der einzelnen Länder auch Schauspieler, Sänger, sonstige Künstler und Sportler geschickt.

Und bei den letzten Wahlen sah man dort mehr und mehr solcher "Promis", für die es, wie auch für Spargel, eine A-B-C-D ... - Sortierung gibt.

Und die „wählen“ dann das Staatsoberhaupt. So auch bereits die Dauer-Empörte Senta Berger, der "Comedian" Ingo Appelt und der Darsteller Jan Josef Liefers - jeweils für die SPD.

Filmemacher Sönke Wortmann wurde einst von den Grünen bestellt. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis war mal für die CSU am werkeln, zog aber den Unmut auf sich, als sie bekannte, die SPD-Kandidatin gewählt zu haben - weil sie auch eine Frau war.

Und natürlich war auch schon Friede Springer für die CDU mit dabei. Die gleiche Frau Springer, die Merkel-Ehemann Prof. Sauer in den Aufsichtsrat der Springer-Stiftung geholt hat. Für angeblich 10 tausend Euro im Jahr.

Und auch die dem Hannoveraner Klüngel entsprungene filmschaffende Veronica Ferres - Veronica mit c wie CDU - war schon dabei. Die Ehefrau eines Mannes, der Millionen von Kleinanlegern so gut beraten hat, dass er heute stolzer und vor allem faltenloser Milliardär ist.

Es wird wieder eine bunte Truppe sein, die da in 16 Tagen "zu Gunsten oder zu Lasten des Volkes" tätig werden wird und uns das beschert, was wir offenbar verdienen. Als deutsches Volk.

Schaut man sich die Leute an, die unseren gemeinsamen Bundespräsidenten ausgucken dürfen, so sieht man im Grunde die Vertreter der gleichen Gemeinschaft, die nicht rot dabei wird, sich selber als Elite zu bezeichnen – und die immer mehr in diesem Selbstverständnis agiert.

Das ganze Jahr über schreiten sie im Designer-Outfit lächelnd oder feixend die roten Teppiche ab. Es sind die gleichen, die die Willkommensrufe der vergangenen eineinhalb Jahre verstärkt haben.

Es sind Menschen, die im Windschatten der "Königin der Schleuser" segeln, wie wir unsere Bundeskanzlerin einmal in einem äußerst erfolgreichen Facebook-Post karikiert haben.

Es sind die Leute, die zum elitären Hofstaat Merkels gehören. Es sind die Unterstützer eines politischen Systems, das längst nicht mehr vom Souverän beherrscht wird, sondern nur noch überlebt, weil es medial aufgepeppte Phrasen in Umlauf bringt und es schafft, die Leute Glauben zu machen, dass der „deutsche Reichtum“ füllhorn-gleich niemals versiegen werde.

Merkel und ihr Hofstaat geben die Losungen aus und ihre eigenen Wahrheiten vor. Zu den Akteuren gehören auch Prof. Dr. Helge Braun, Gießener CDU-Direktkandidat, Flüchtlingskrisen-Terminator und Staatsminister im KanzlerInnenamt und der Merkel-Getreue Volker Bouffier.

Merkel ist zudem das Kunststück gelungen, auch Vasallen auf ihrer Seite zu haben, die eigentlich Fahnen in grüner, roter und blaugelber Farbe vor sich hertragen.

Eilfertige Unterstützer finden sich auch in Gruppen, die zum erweiterten Hofstaat gehören, die also Günstlinge sein wollen bzw. Bestandteil der wachsenden steuerzahlerfinanzierten Migrationsindustrie sind:

- Da sind Konzernchefs wie Dieter Zetsche/Daimler, die werbewirksam als Job-Beschaffer für "Refugees" auftraten. Mittlerweile ist klar, daß gerade die Großindustrie erkannt hat, dass sie mit den neuen Fachkräften ebensowenig etwas anfangen kann, wie die meisten anderen Arbeitgeber in Deutschland. Bis August 2016 haben alle 30 DAX-Unternehmen übrigens zusammen ganze 54 Refugees eingestellt, DHL davon alleine 50. Am Montag wurde veröffentlicht, dass in einem mittelständischen Unternehmen in Halle an der Saale von 70 eingestellten sog. Flüchtlingen nur noch einer dabei ist. Acht Stunden Arbeit am Tag können schon eine Herausforderung sein und nicht alle Städte gefallen.

- Es sind Arbeitgeberverbände, es ist der Bundesverband der dt. Industrie und einige mehr, die den majestätisch angeordneten Kurs werbewirksam stützen und die skandieren, dass es alleine für die Digitale Revolution einen hohen Mitarbeiterbedarf gebe und man die sog. Flüchtlinge dafür dringend brauche. Auch hier: Es fehlen Beweise und erst recht Erfolge und es darf angenommen werden, daß man eher Pläne zum Lohn-Dumping vorantreiben möchte.

- Es sind weiter die Wohlfahrtsverbände, NGO's / Nichtregierungsorganisationen, die mit unserem Steuergeld angefüttert nicht müde werden, vielfältige Maßnahmen zu erfinden: Vom Refugee-Eingliederungskurs und Kuschelworkshop bis zum Welcome-Video, das um die halbe Welt gegangen ist und einen wohl-gestylten schwiegermuttertauglichen Refugee beim Tätigen seiner Amtsgeschäfte zur Erlangung des goldenen Bleiberechtes zeigt. Das Video war zu verstehen als Einladung an alle anderen, die da kommen wollen. Damit verschafft man sich in diesen NGOs die Masse, die man braucht, um immer mehr Sozialpädagogen und Betreuer einstellen zu können.

- Und es sind vor allem auch die Kirchen, die nicht nur zu Kreuze kriechen vor fremden Kulturen, sondern die als Träger zahlreicher solcher NGOs Staatsknete einfahren können. Aktive und ehemalige Kirchenmanager - wie Frau Käsmann und Herr Bedford-Strohm - sind dankbar, dass sie sich nun endlich ideologisch austoben können.

Die Vertreter dieser Organisationen stehen immer auf der Matte bzw. auf dem roten Teppich, wenn die Königin der Schleuser Hof hält. Sie sind Teil des Hofstaates.

Und so ein Hof entwickelt einiges an Ideen und Botschaften. Und die müssen irgendwie zum Volk gebracht werden. Früher wurden berittene Boten in die Städte und Dörfer geschickt, um gefällig über die Ereignisse bei Hofe zu berichten und die getroffenen Entscheidungen per Dekret zu verkünden.

Heute geschieht das mit bunten Bildern und gewandten Worten. Ohne Pferd und Pergament, dafür mit Kamera und Mikrofon. Quasi staatlich entlohnte Medienmenschen, für deren Top-Leute Karrierewege und beste Altersrücklagen winken, ergeben sich in Hofberichterstattung. Das beste Beispiel können wir jeden Abend um 21.45 Uhr bestaunen.

Medienkonzerne buhlen um Home-Stories und wer als stellvertretender Chefredakteur eines bebilderten Sonntagblattes dann mal eine kritische Meinung in einem Kommentar zeigt, wird hemmungslos zerlegt und muß dann folgerichtig in die AfD eintreten, wie Herr Dr. Fest.

Und so ein Hofstaat braucht natürlich auch noch Leute, die als Mittel zum Zweck zur Belustigung beitragen und zur Ablenkung des Volkes taugen. Es sind die Akteure, die für Kunststückchen und Spiele ihr Brot bekommen. Die, die über jeden Stock springen. Früher nannte man sie Hofnarren und man sagt, sie seien die einzigen gewesen, die der Hofgesellschaft ungestraft die Meinung sagen durften. Heute sieht das anders aus, denn zu eigener Meinung fähig, sehe ich die Hofnarren von heute nicht.

Sie merken es, ich rede erneut von den "Promis", die sich filmschaffend, liedchen-trällernd, comedian-haft oder moderierend anbiedern und jedes hingehaltene Mikrofon nutzen, um des Hofes Botschaft zu verkünden. Auch hier findet sich wieder ein Gießener im Dunstkreis, ein Herr, der leider niemals „Schweigert“, sondern immer munter weiter nuschelt.

Und je lauter und intensiver das geschieht, um so größer wird die Gunst, die der Hofstaat gewährt.

Ja, meine Damen und Herren, und somit schließt sich der Kreis und wir haben einen guten Überblick über einen Teil der Leute, die am 12.2. das Geschäft des Volkes erledigen und einen Bundespräsidenten in Dienst setzen.

Lieber Albrecht Glaser, Danke, daß Du Dich trotzdem für diese Farce zur Verfügung stellst. Du wirst den Hofstaat am 12.2. leibhaftig erleben, man wird Dich schräg anschauen und ignorieren. Aber Du wirst diesen Tag auch in gewohnter Größe überstehen. Und Du wirst gezeigt haben: Die AfD ist präsent.

Der Putz bröckelt, meine Damen und Herren. Die Kronleuchter bei Hofe leuchten nicht mehr so hell, das Wachs der Kerzen ist schon weit herunter gebrannt und auch die Burgmauern der Vasallen wanken schon längst.

Nun, vor den vielen Wahlen, an denen zudem dummerweise richtige Staatsbürger teilnehmen dürfen, wird der Hofstaat nervös und nervöser. Was wir auch daran erkennen, dass die medialen Boten ihre Pferde immer schneller galoppieren lassen werden.

Wir als Alternative für Deutschland haben die Zeichen der Veränderung in diesem Lande maßgeblich gesetzt. Daß wir schon heute damit Erfolg haben, sehen wir an der Panik und am Gezeter der „Eliten“, wenn wir als AfD ihnen naherücken.

Allen Widrigkeiten zum Trotz, gelingt es uns mehr und mehr, die höfische Überfordertheit, die königliche Orientierungslosigkeit und die majestätische Weltfremdheit zu entlarven. Immer mehr Bürger bemerken, dass da etwas faul ist im Staate und immer mehr haben Angst davor, daß Merkel und die Altparteien direkt nach der Wahl erst so richtig beginnen werden, ihr Veränderungswerk zu vollenden.

Wir als AfD wollen keinen Hof und keinen Hofstaat. Wir wollen das Bodenständige, Wahrhaftige und Bürgerliche zurück bringen in dieses Land. Wir wollen, daß das Volk über wesentliche Entscheidungen abstimmt und ansonsten die Parlamente entscheiden. Wir sagen, Schluß mit dem vielfachen Rechtsbruch durch gewählte Politiker.

Wir brauchen in diesem Jahr jede hilfreiche Hand, jeden denkenden Kopf und - um ehrlich zu sein - auch jeden Cent, um die nun vor uns liegende Chance, zu nutzen, die selbst ernannten Eliten zurückzudrängen.

(...) Ich bedanke mich für Ihr Kommen und gebe noch einen kurzen Überblick über den Abend (...)