Vortrag von Prof. Wolfgang Benz

Bedeutungsschwanger angekündigt wollte er sein Buch vorstellen (und verkaufen), Prof. Wolfgang Benz. Die steuerzahlerfinanzierte grün-schwarze hessische Landeszentrale für politische Bildung war Mitgastgeber einer Veranstaltung im Uni-Hauptgebäude Giessen.

Von „Wutbürgern, Gerüchten, Hetze, Haß“ wollte er reden und seine „Laudatoren“ Felix Schmidt und Annika Binsch nahmen ihm offenbar in ihren kurzen Beiträgen so viel von seinen eigenen Inhalten, dass er schon zu Beginn meinte, nun käme auch noch "er", obwohl doch schon alles gesagt sei.

Und so war es auch:

Heraus kam ein Vorträglein, in dem Benz nicht über das Niveau herauskam, Dr. Frauke Petry als Domina zu bezeichnen und sie zwei Mal mit Hitler in Verbindung zu bringen (aber wahrscheinlich um es strafrechtlich zu neutralisieren darauf hinwies, dass es eben kein Vergleich zwischen beiden sei).

Sarrazin habe mit seinem Buch ein „Elaborat“ abgeliefert, die AfD habe Anleihen für ihr Programm bei den Republikanern und der NPD genommen .... und weitere rund 25 Minuten unverhohlenes AfD-Bashing, Un- und Halbwahrheiten sowie Unausgegorenes über die Straffälligkeit von bzw. gegen Flüchtlinge/n und linksverdrehte Ansichten über Staat, Grenzen und Nation. Und um Pegida ging es auch, natürlich immer in einem Wortschwall gemeinsam mit der AfD.

Schon gleich zu Anfang war klar, dass Kritik an der von ihm präferierten politischen Sichtweise nichts anderes sein kann als „Hetze“. Ganz im Maas’schen Gusto. Dabei war Benz es heute Abend, der in beinahe jedem Satz genau das tat, was er und seinesgleichen jedem Kritiker vorwerfen: Er hetzte. Er hetzte, was das Zeug hielt und ich mußte mich unwillkürlich fragen, wie groß die argumentative Not dieser Leute sein muß, um zu diesem Mittel zu greifen.

Er befand, dass der Begriff „Populisten“ für die AfD-ler dieser Welt eigentlich nicht gelten könne, es seien vielmehr „Demagogen“.

Damit entlarvte er sich selbst, denn sein "Elaborat" des heutigen Abends war nichts anderes als plumpe Demagogie, was ich ihm dann auch bezugnehmend auf seine eigenen Beispiele in der Mini-Diskussion vorwarf. Einer Diskussion übrigens, die keine war und vorzeitig zu Ende gebracht wurde, weil sich offenbar keiner der angereisten Publikumsakademiker so richtig überwinden konnte, das Mikro zu ergreifen.

Mein Vorredner aus dem Publikum, der sich als Erstmeldender direkt konfrontativ Luft machte über die entgegen der Ankündigung unakademischen Inhalte des Vortrages und die zahlreichen inhaltlichen Schwächen der Argumentation und Herleitungen, musste zum Schluß noch mit einigen empörungswilligen wissenschaftlichen Hilfskräften ein verbales Gefecht durchstehen. Der Arme.

Ich habe leider den letzten Teil meines Satzes, dem ich Herrn Professor Benz noch gerne zugerufen hätte, nicht mehr vorgebracht, ich tue es hier:

"(... Sie waren heute Abend ein plumper Demagoge, Herr Professor)" ... "Und das Schlimmste daran: Alles verkleidet und versteckt im Deckmäntelchen eines akademischen Anspruchs. Und das sind die Gefährlichsten."

Uwe Schulz, Kreissprecher AfD Giessen