"Mal ganz persönlich bemerkt" - Meinungsmache der GAZ



"Mal ganz persönlich bemerkt".
Heute: Arno Enners, Fraktionsvorsitzender der AfD im Stadtparlament Gießen zur Meinungsmache des Journalisten Guide Tamme im "Stadtcocktail" der Gießener Allgemeinen Zeitung" vom 9.4.16
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Wer den „Stadtcocktail“ der Giessener Allgemeinen (GAZ) vom 09.04.2016 liest, begegnet schon im ersten Abschnitt einer sich erneut gegen die AfD und ihrer Wählerschaft gerichteten medialen Meinungsmache.

Für jeden aufmerksamen Bürger wird es jeden Tag offenbarer, dass sich Altparteien, Journalisten und sog. „Medienmacher“ gestört und entlarvt fühlen, weil es die AfD ist, die die von diesen abgehobenen Meinungsbildnern gesetzte gesellschaftliche „Ordnung“ und Ausrichtung hinterfragt.

Tammes anfänglich noch "berichtend" anmutender Beitrag wandelt sich ab der Hälfte zur Meinungsäußerung, die in einer haarsträubenden Schlussfolgerung endet. Das GAZ-Redaktionsmitglied berichtet, dass vier Giessener Wirte, die den Türaufkleber „Nazis, AfDler und Pegida nicht willkommen“ aufbrachten, per Mail und Telefon von „Rechtsextremen“ übel beschimpft worden sein wollen.

Für mich stellt sich die Frage, über wieviele Anrufe und Mails schreibt er, der Herr Tamme. Von 4 oder 400 ? Wie lässt sich feststellen, aus welcher „Ecke“ diese kommen? Aus einer „rechtsextremen“, aus einer bloß empörenden „Ecke“?

Schließlich stoßen sich zahlreiche aufrechte Demokraten aus allen Lagern – so die Rückmeldungen, die wir erhalten haben - an der gefährlich-fatalen Schlichtheit dieser Aufkleber und verstörenden Nähe zu Aufrufen aus vermeintlich längst vergangenen Zeiten. Woher wissen die vier Wirte und Tamme, dass die Anrufe aus der rechtsextremen Ecke gekommen sind? Endeten die Telefongespräche mit „Heil“ oder wiesen die Mails verbotene Zeichen rechtsextremer Organisationen auf?

Tamme will mit seinen Zeilen offenbar aktive Wähler und echte oder potentielle Sympathisanten der AfD abschrecken, in dem er Verbindungen zieht, die weder quantitativ untermauert, noch argumentativ geeignet sind, eine objektive Bewertung herzustellen.

Es ist immer das Gleiche und Herr Tamme wird es wohl auch nie verstehen: Protestwähler und überzeugte AfD-Wähler haben ein Recht darauf, ihre Stimme einer demokratischen Partei zu geben ohne im nachhinein von einem regionalen „Chronisten“ eine rechtsextreme Nähe angehängt zu bekommen.

Es ist übrigens diese Art des subjektiv geprägten „Journalismus“, der diesen Berufsstand zu unseren besten Wahlkämpfern macht. Eigentlich sollte ich mich dafür bedanken. Aber manchmal ist sie einfach zu störend für mich, die immer mehr ausufernde Penetranz und Ignoranz, mit der manche Leute glauben, „Meinung“ machen zu können.