Die Schippe Dreck des Sadullah Gülec

Irgendetwas wird schon hängenbleiben, dachte sich offenbar Sadullah Gülec, Geschäftsführer der Stadthallen Gießen GmbH (einer Gesellschaft, die sich zu 100% im Eigentum der Stadt Gießen befindet), als er Medienanfragen zur Anmietung eines Raumes der Hallengesellschaft beantwortete und mit dem Namen der anmietenden Organisation / des Kontaktpartners vornahm bzw. bestätigte ("Junge Alternative Hessen" / JA).
In einem Beitrag des Gießener Anzeiger vom 7.4.2016 unterstellt dieser, dass im Rahmen der JA-Veranstaltung „offenbar auch Vertreter der Identitären Bewegung“ sowie des „NPD-Nachwuchses“ teilnehmen sollen. Dies gehe „aus einer Mail“ hervor.
Ohne beim Veranstalter, der JA Hessen, nachzufragen, wurde der genannte Beitrag mit der Schlagzeile „Rechter Schulterschluß in Kongresshalle?“ veröffentlicht. Erst nach einer telefonischen Intervention durch die JA sah sich der Gießener Anzeiger genötigt, am 9.4. eine „Richtigstellung“ zu veröffentlichen, in welcher erklärt wird, daß es selbstverständlich nicht zu einem „Schulterschluß“ mit rechten Organisationen kommen werde, weil Kontakte zu solchen Organisationen unvereinbar für die JA (und die AfD) sind.
Während die Stadtredaktion des Gießener Anzeiger in Person des stv. Ressortleiters und Politikberichterstatters Thorsten Thomas (tt) ihr erstaunliches journalistisches Unvermögen durch eine nicht durchgeführte Recherche beweisen konnte, trifft den angestellten Geschäftsführer der städtischen Stadthallen GmbH der Vorwurf der Weitergabe von Kundeninformationen und konkreten Mieterdaten.
Offenbar gefiel sich Gülec darin, in beiden Gießener Zeitungen über Ausschlußgründe zur Vermietung der städtischen Räume zu schwadronieren.
Ob es den Gießener Polizeibeamten hingegen gefällt, ursächlich durch Gülec' Weitergabe von Kundendaten nun am kommenden Samstag ein Großaufgebot für den Schutz einer harmlosen Veranstaltung, die von der demokratischen Jugendorganisation einer demokratisch legitimierten Partei durchgeführt wird, organisieren zu müssen, darf dahingestellt werden.
Es ist dem unreflektierten und unprofessionellen Beitrag des "Gießener Anzeiger“ und der Weitergabe der Mieterdaten durch Gülec schließlich zu verdanken, dass linke und links-faschistische Gruppen nun offenbar zu „Aktionen“ (der Begriff wurde im Zuge des Wahlkampfes in Gießen ja hinlänglich bekannt) am kommenden Samstag aufgerufen haben.
Wir erwarten von Herrn Gülec eine unverzügliche Stellungnahme zur widerrechtlichen Weitergabe der Mieterdaten an die Gießener Presse.
Von der Stadtredaktion des Gießener Anzeiger und von Herrn Gülec erwarten wir die Übermittlung der angesprochenen vollständigen Email, die auf den „Schulterschluß“ hinweisen soll.